Schwitzen ist lebenswichtig: Es kühlt den Körper. Bei manchen Menschen produzieren die Schweißdrüsen aber deutlich mehr Schweiß, als nötig wäre – auch in Ruhe, bei kühlen Temperaturen und ohne Anstrengung. Fachleute sprechen dann von Hyperhidrose. Betroffen sind meist Achseln, Hände, Füße oder die Stirn.
Behandlung bei Alpha Skin: Botox® gegen Schwitzen in Bonn – Preis ab 350 € und Termin
Für viele ist das mehr als lästig. Nasse Flecken auf der Kleidung, feuchte Hände beim Begrüßen oder rutschende Schuhe beeinflussen Beruf und Privatleben. Die gute Nachricht: Es gibt mehrere Behandlungswege, und einer davon ist Botulinumtoxin.
Woher starkes Schwitzen kommt
Am häufigsten ist die sogenannte primäre Hyperhidrose. Sie beginnt oft in Jugend oder jungem Erwachsenenalter, tritt beidseitig an bestimmten Stellen auf und liegt häufig in der Familie. Eine Krankheit steckt nicht dahinter; die Schweißdrüsen werden einfach stärker angeregt.
Seltener ist starkes Schwitzen die Folge einer anderen Ursache, etwa einer Schilddrüsenüberfunktion, von Diabetes, Infekten, den Wechseljahren oder Medikamenten. Schwitzen Sie plötzlich am ganzen Körper, besonders nachts, sollte das ärztlich abgeklärt werden.
Der Stufenplan der Behandlung
- Antitranspirantien mit Aluminiumsalzen: Abends auf die trockene Haut aufgetragen, verengen sie die Ausgänge der Schweißdrüsen. Bei leichter Ausprägung reicht das oft.
- Leitungswasser-Iontophorese: Hände oder Füße werden regelmäßig in Wasserbäder mit schwachem Strom gelegt. Das hilft vielen, erfordert aber Geduld und regelmäßige Anwendung.
- Botulinumtoxin: Reichen diese Maßnahmen nicht, kommt eine Behandlung mit Botulinumtoxin infrage.
- Tabletten oder Operation: Medikamente gegen Schwitzen wirken im ganzen Körper und haben entsprechende Nebenwirkungen. Operationen bleiben die letzte Möglichkeit.
Wie Botulinumtoxin gegen Schwitzen wirkt
Schweißdrüsen werden über Nerven angeregt. Botulinumtoxin, bekannt unter dem Markennamen Botox®, unterbricht diese Signale an der Stelle, an der es gespritzt wird. Die Drüsen bilden dort für einige Monate deutlich weniger Schweiß. Die Temperaturregulation des Körpers bleibt erhalten, weil die übrigen Schweißdrüsen weiterarbeiten.
Für starkes Schwitzen an den Achseln ist ein Präparat ausdrücklich zugelassen. An Händen, Füßen oder der Stirn erfolgt die Behandlung außerhalb der Zulassung („off-label“); darüber klärt die Ärztin vorab auf.
Der Ablauf
- Gespräch und Untersuchung: Die Ärztin klärt, ob eine primäre Hyperhidrose vorliegt und welche Behandlungen Sie schon versucht haben.
- Schweißtest: Mit einem Jod-Stärke-Test wird sichtbar, wo genau die stärkste Schweißbildung liegt.
- Behandlung: Mit einer sehr feinen Nadel wird das Mittel in einem Raster knapp unter die Haut gespritzt, an den Achseln meist an 15 bis 20 Stellen je Seite.
Die Behandlung der Achseln dauert etwa 30 Minuten. Danach können Sie Ihrem Alltag nachgehen; am Behandlungstag sollten Sie auf Sport und Sauna verzichten.
Wann die Wirkung einsetzt und wie lange sie hält
Die Schweißbildung nimmt meist nach zwei bis sieben Tagen ab, die volle Wirkung zeigt sich nach etwa zwei Wochen. An den Achseln hält sie häufig vier bis neun Monate, manchmal länger; an den Händen ist sie oft kürzer. Danach kann die Behandlung wiederholt werden.
Schwitzen an Händen und Füßen
An Händen und Füßen ist die Haut dicker und die Einstiche sind empfindlicher als an den Achseln. Deshalb wird dort oft vorher gekühlt oder örtlich betäubt. Die Wirkung hält an den Händen meist etwas kürzer als an den Achseln. Bei Schweißfüßen wird häufig zuerst die Leitungswasser-Iontophorese versucht, weil sie zu Hause angewendet werden kann.
Nebenwirkungen
Die Einstiche sind kurz unangenehm, kleine Blutergüsse sind möglich. An den Händen kann die Kraft in den Fingern für einige Wochen leicht nachlassen; wer feinmotorisch arbeitet, sollte das bei der Planung bedenken. Manche bemerken, dass sie an anderen Körperstellen etwas mehr schwitzen. Allergische Reaktionen sind selten.
Wann nicht behandelt wird
Nicht behandelt wird in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen der Nerven-Muskel-Übertragung wie Myasthenia gravis und bei Entzündungen im Behandlungsbereich. Bestimmte Antibiotika können die Wirkung verstärken; nennen Sie deshalb alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Häufige Fragen
Ist es schlimm, wenn die Achseln gar nicht mehr schwitzen? Nein. Die Achseln machen nur einen kleinen Teil der Schweißdrüsen aus; der Körper kühlt sich weiter über die übrige Haut.
Kann ich danach normales Deo verwenden? Ja, ab dem Folgetag.
Zahlt die Krankenkasse? Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Private Versicherungen beteiligen sich in manchen Fällen; klären Sie das vorab mit Ihrer Versicherung.
Wie oft muss die Behandlung wiederholt werden? Meist ein- bis zweimal im Jahr. Viele merken selbst, wann die Wirkung nachlässt, und vereinbaren dann den nächsten Termin.
Hilft die Behandlung auch gegen Geruch? Weniger Schweiß bedeutet meist auch weniger Geruch, weil Bakterien auf trockener Haut weniger Nahrung finden.
Kann ich direkt nach der Behandlung arbeiten? Ja. Kleine Quaddeln an den Einstichstellen verschwinden meist innerhalb einer Stunde. Auf enge, scheuernde Kleidung sollten Sie am ersten Tag verzichten.
Muss ich vorher etwas beachten? Rasieren Sie die Achseln ein bis zwei Tage vorher und verzichten Sie am Behandlungstag auf Deo, damit der Schweißtest aussagekräftig ist.
Kosten
Die Behandlung beider Achseln beginnt bei Alpha Skin ab 350 €. Der Preis richtet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und nach der Größe der behandelten Fläche. Ablauf, Preise und Termine stehen auf der Seite Anti-Schweiß-Behandlung mit Botulinumtoxin. Allgemeines zum Wirkstoff erklärt der Artikel 10 Dinge, die Sie über Botox® wissen sollten. Die Praxis liegt am Theaterplatz 1b in Bonn-Bad Godesberg.
Wichtiger medizinischer Hinweis
Die beschriebenen Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung, Untersuchung oder Aufklärung. Ob eine Behandlung geeignet ist, hängt von Hauttyp, Ausgangsbefund, Vorerkrankungen, Medikamenten und individuellen Zielen ab.
Wirkung, Haltbarkeit, Verträglichkeit und mögliche Nebenwirkungen können individuell unterschiedlich ausfallen. Konkrete Ergebnisse oder ein bestimmter zeitlicher Verlauf können nicht garantiert werden.