Hyaluron vs. Botox®: Was ist der Unterschied?

Hyaluron oder Botox®? Wirkung, Einsatzbereiche, Haltbarkeit und Nebenwirkungen im direkten Vergleich – sachlich erklärt von Alpha Skin in Bonn.

Hyaluron vs. Botox®: Was ist der Unterschied?

Hyaluronsäure und Botox® werden oft in einem Atemzug genannt. Beide werden gespritzt, beide wirken gegen Falten – und doch arbeiten sie völlig unterschiedlich. Botulinumtoxin, der Wirkstoff hinter Botox®, entspannt Muskeln. Hyaluronsäure füllt auf, was an Volumen fehlt.

Welche Behandlung passt, hängt deshalb vor allem davon ab, wie eine Falte entsteht. Dieser Artikel stellt beide Verfahren gegenüber und zeigt, wann welches sinnvoll ist – und wann beide zusammen.

Der Vergleich auf einen Blick

Botulinumtoxin (z. B. Botox®)Hyaluronsäure-Filler
Was es istverschreibungspflichtiges ArzneimittelGel aus Hyaluronsäure, einem körpereigenen Stoff (Medizinprodukt)
Wie es wirktentspannt gezielt einzelne Muskelnfüllt Volumen auf und stützt das Gewebe
Typische BereicheZornesfalte, Stirn, Krähenfüße; Achseln bei starkem SchwitzenNasolabialfalten, Lippen, Wangen, Kinn, Tränenrinne
Wirkung sichtbarnach 2–5 Tagen, voll nach etwa 2 Wochensofort, endgültig nach Abklingen der Schwellung (1–2 Wochen)
Hält meist3–4 Monate6–12 Monate, je nach Produkt und Bereich auch länger
Häufige NebenwirkungenRötung, kleine Blutergüsse, KopfschmerzenSchwellung, Blutergüsse, Druckgefühl
Seltene Nebenwirkungenvorübergehend hängendes Lid oder ungleichmäßige MimikKnötchen, Entzündung; sehr selten Gefäßverschluss
Rückgängig machennicht möglich, lässt nach Monaten von selbst nachmit dem Enzym Hyaluronidase auflösbar (Hylase)

Wann welche Behandlung passt

Falten durch Bewegung: Botulinumtoxin

Manche Falten entstehen, weil ein Muskel sich tausendfach zusammenzieht: beim Stirnrunzeln, Hochziehen der Augenbrauen oder Lächeln. Solche Mimikfalten sind anfangs nur in Bewegung sichtbar und graben sich mit den Jahren ein. Botulinumtoxin hemmt die Signalübertragung vom Nerv zum Muskel, der Muskel entspannt sich, die Haut darüber wird glatter.

Das betrifft vor allem das obere Gesicht: Zornesfalte, Stirnquerfalten und Krähenfüße. Mehr dazu im Artikel 10 Dinge, die Sie über Botox® wissen sollten.

Fehlendes Volumen und tiefe Falten in Ruhe: Hyaluronsäure

Mit den Jahren verliert das Gesicht Volumen und Spannkraft. Wangen flachen ab, die Falten zwischen Nase und Mundwinkeln werden tiefer, die Lippen dünner. Diese Veränderungen haben wenig mit Muskelbewegung zu tun – hier hilft Entspannen nicht, hier fehlt Substanz.

Hyaluronsäure bindet Wasser und kommt natürlicherweise im Bindegewebe vor. Als Gel unter die Haut gespritzt, gleicht sie Volumen aus, stützt das Gewebe und glättet tiefe Falten. Typische Einsatzbereiche finden Sie unter Filler und Gesichtsmodellierung, Lippenaufbau und Tränenrinne.

Oft sinnvoll: beides kombiniert

Viele Gesichter zeigen beides: Mimikfalten auf der Stirn und Volumenverlust im Mittelgesicht. Dann werden beide Verfahren häufig kombiniert, jeweils dort, wo sie wirken. Ob am selben Termin oder nacheinander, entscheidet die Ärztin im Einzelfall.

Nicht jede und jeder sollte behandelt werden

In Schwangerschaft und Stillzeit wird mit beiden Verfahren nicht behandelt. Auch bei Entzündungen oder Lippenherpes im Behandlungsbereich wird abgewartet. Bei Botulinumtoxin sind zudem bestimmte Erkrankungen der Nerven und Muskeln, etwa Myasthenia gravis, ein Ausschlussgrund. Blutverdünnende Medikamente erhöhen bei beiden Verfahren das Risiko für Blutergüsse. Deshalb fragt die Ärztin im Aufklärungsgespräch genau nach Vorerkrankungen und Medikamenten.

Wenn das Ergebnis nicht passt

Botulinumtoxin lässt sich nicht rückgängig machen, die Wirkung lässt aber nach einigen Monaten von selbst nach. Hyaluronsäure kann bei Bedarf mit dem Enzym Hyaluronidase aufgelöst werden, etwa bei Knötchen oder einem ungleichmäßigen Ergebnis. Wie das abläuft, erklärt der Artikel Hylase: Filler auflösen.

Die Entscheidung fällt im Gespräch

Ob Botulinumtoxin, Hyaluronsäure oder beides: Entscheidend ist, wie Ihre Falten entstehen und was Sie sich wünschen. Im Aufklärungsgespräch schaut sich die Ärztin Ihr Gesicht in Ruhe und in Bewegung an und erklärt, was realistisch erreichbar ist.

Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), der Menge des Mittels und der Zahl der behandelten Bereiche. Die aktuellen Preise stehen auf den Behandlungsseiten.

Weiterlesen:

Die Praxis Alpha Skin liegt am Theaterplatz 1b in Bonn-Bad Godesberg.

Passende Behandlungen

Häufige Fragen zu den Behandlungen

Wie lange hält Botox®?

Die Wirkung von Botox® hält in der Regel 3-6 Monate. Die genaue Dauer hängt von individuellen Faktoren wie Stoffwechsel, Mimik und Dosierung ab. Bei regelmäßigen Behandlungen kann die Wirkdauer auch länger werden.

Ist die Botox®-Behandlung schmerzhaft?

Die Behandlung ist in der Regel gut verträglich. Meist ist beim Einstich nur ein leichtes Piksen zu spüren. Auf Wunsch kann vorab eine betäubende Creme aufgetragen werden.

Wie lange halten Hyaluronsäure-Filler?

Je nach Produkt und behandeltem Bereich halten Hyaluronsäure-Filler zwischen 6 und 18 Monaten. Bereiche mit viel Bewegung (wie Lippen) bauen das Material schneller ab als weniger bewegte Bereiche.

Sind Filler-Behandlungen schmerzhaft?

Die meisten modernen Filler enthalten bereits ein Betäubungsmittel (Lidocain). Zusätzlich kann vorab eine betäubende Creme aufgetragen werden. Die Behandlung wird daher als gut verträglich empfunden.

Was ist Hyaluronidase?

Hyaluronidase ist ein Enzym, das Hyaluronsäure gezielt auflösen kann. Es wird eingesetzt, um unerwünschte Hyaluronsäure-Filler zu korrigieren oder Komplikationen zu behandeln.

Wann wird Hyaluronidase eingesetzt?

Hyaluronidase wird verwendet, wenn das Ergebnis einer Hyaluronsäure-Behandlung korrigiert werden soll, bei Überkorrekturen, ungleichmäßiger Verteilung oder bei vaskulären Komplikationen.

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